Amazon gibt AWS CloudFront Streaming frei (und weitere Neuigkeiten von AWS)

16. Dezember 2009

Verfolgt man die Entwicklung bei Amazon bzw. in den Angeboten rund um die Amazon Webservices (AWS), so stellt man aktuell eine recht hohe Schlagzahl an Neuveröffentlichungen fest.

Ob es daran liegt, dass die ersten Wettbewerber ernsthaft mal den Begriff “Cloud Computing” in den Mund nehmen oder dass Amazon schlichtweg nun ein gut eingespieltes Team mit ausreichenden Ressourcen zur Verfügung hat ist nicht zu sagen – für den Kunden ist es in jedem Falle positiv ;-)

Heute hat der AWS Newsletter einiges zu verkünden gehabt:

  • Amazon VPC Unlimited Public Beta – die “virtual private Cloud”, also eine abgeschottete Struktur innerhalb des AWS Angebotes, die man z.B. via VPN mit dem Unternehmensnetz verbinden kann, ist nun in die öffentliche Beta-Phase gegangen. Mehr Infos unter aws.amazon.com/vpc
  • Amazon EC2 Spot Instances – ein sehr interessanter Ansatz für Instanzen/Maschinen, die nicht zeitkritische Aufgaben ausführen: Der Kunde macht ein Angebot dafür, was ihm die seitens AWS gerade nicht genutzten/ausgelasteten Maschinen wert wären. So lange dies von niemand anderem überboten wird oder die EC2 Instanzen regulär gebucht werden, stehen die Maschinen dann zu einem ggf. sehr günstigen Preis zur Verfügung. Ein innovatives Konzept, um die brachliegenden Cloud-Ressourcen zu vermarkten. Mehr Infos unter aws.amazon.com/ec2/spot-instances
  • Amazon CloudFront Streaming – was für uns aktuell die spannendste Neuerung beinhaltet: Amazon CloudFront war ohnehin eine sehr interessante Sache (nämlich ein leistungsstarkes, günstiges CDN ohne Mindestabnahmen, die bei LimeLight, Nacamar & Co. Usus sind). Bisher fehlte allerdings etwas entscheidendes für heutige Webanwendungen: RTMP Streaming (was beim Flash Streaming zum Einsatz kommt). Seit heute ist aber auch dies verfügbar, sodass die Verwendung eines weltweiten Netzes von Adobes Flash® Media Server jederzeit flexibel machbar ist – ohne lange Verträge, ohne Vorauszahlungen, ohne Exklusivitätsvereinbarungen. Als ob das nicht schon reichen würde: Es gibt keine zusätzlichen Kosten für die Nutzung von Amazon CloudFront; man zahlt lediglich die normalen Trafficgebühren. Mehr Infos unter aws.amazon.com/cloudfront

Kurzmitteilung: Preissenkungen bei den Amazon Webservices / AWS

9. Dezember 2009

Good news zum Jahresende – sozusagen passend zur Weihnachtszeit, in der ja geben seliger ist als nehmen ;-)

Amazon hat die Preise für die Amazon Webservices (AWS) gesenkt, konkret heisst das (aus Zeitgründen nur eine Kopie der Amazon Meldung):

Amazon S3 Storage Pricing Tiers

As Amazon S3 has grown, so has the number of customers storing large amounts of data in the service. To assist these customers, we are reducing the price of our 500 TB tier. We are also introducing new pricing tiers in all Amazon S3 Regions at the 1 PB and 5 PB levels. These changes reduce storage costs for multi-petabyte customers by more than 15%, and reduce the price of our highest tier by more than 50% in the US Standard and EU (Ireland) Regions.

Amazon S3 EU (Ireland) Pricing

We are reducing the price of Amazon S3 in the EU (Ireland) Region by over 15% across all of our storage tiers. We have lowered our base price tier to $0.150 per GB. We are also reducing Request prices from $0.012 to $0.010 per 10,000 GET requests or 1,000 PUT requests. For more information regarding Amazon S3 pricing, please see the Amazon S3 Detail Page.

Amazon EC2 Windows Instance EU (Ireland) Pricing

We are reducing the price of Amazon EC2 Windows and SQL Server instances in the EU (Ireland) Region by more than 5% to $0.12 per small Windows instance hour. For more information regarding our new Amazon EC2 Windows instance pricing, please see the Amazon EC2 Detail Page.

Free Inbound Data Transfer (until June 30, 2010)

Data Transfer into AWS will be free of charge from now through June 30, 2010, making it even easier for customers to get their data into AWS. This applies to data transfer into Amazon EC2, Amazon S3, Amazon SimpleDB, Amazon Relational Database Service, Amazon Simple Queue Service, and Amazon Virtual Private Cloud. Other applicable charges for use of these services continue to apply.
(…)

Siehe auch der entsprechende Artikel im AWS Blog

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Amazon Webservices (AWS): Kosten berechnen mit dem neuen Kalkulator

24. November 2009

Kurzmeldung:

Hatte Amazon bisher einen nicht besonders übersichtlichen Kalkulator für die Kostenberechnung, so darf man sich nun über eine verbesserte und bedienbare Version namens “AWS Simple Monthly Calculator” freuen.

Ohne grundlegende Kenntnisse des Abrechnungsystems und natürlich ohne möglichst genaue Informationen über den zu erwartenden Traffic wird man jedoch keine sinnvollen Ergebnisse erhalten können – “Endkundentauglich” ist das vielleicht nicht, aber in der Planung eines Projektes ein guter Anhaltspunkt für die Kostenprognose.

via AWS Blog

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AWS Region US vs. EU: Vergleich der Seitenauslieferung

19. November 2009

Wir sind gerade dabei, ein größeres Portal “in die Cloud”, d.h. zu Amazon AWS / EC2 umzuziehen. Dabei galt es heute zu klären, ob wir das System bei Amazon US oder EU (d.h. in den USA oder in Europa) hosten.

Reflexartig will man natürlich die Region hier vor der eigenen Haustür nehmen – dies bedeutet aber sofort einen ca. 10%igen Aufpreis auf die Zonen in den USA. Also will man genauer schauen:

Test 1: Ping Zeiten

Dies ergab hier aus Köln im mittel 40 ms für die Server in Europa und ca. 100 ms für die Server in den USA. Da es bei dem Projekt nicht um eine Realtime-Anwendung geht, kann man das sicher verschmerzen.

Test 2: Praxistest

Wir haben dann jeweils ein Testsystem an beiden Standorten eingerichtet, um einen halbwegs realistischen Test durchführen zu können.

Hierfür haben wir die kleinsten Server verwendet, alle Cachingsysteme ausgeschaltet (client- wie serverseitig) und möglichst komplexe Testseiten mit vielen Datenbankabfragen, vielen eingebundenen Files (mehrere CSS-Files, viele Grafiken), grossen Dateien (Videos zwischen 15 und 45 MB) etc. verwendet – die Server sollten also trotz der Testsituation zumindest ein wenig zu tun haben. Wir haben jeweils 5x je Seite gemessen und hieraus Mittelwerte berechnet.

All das ist beileibe keine hochwissenschaftliche Untersuchung, dennoch fand ich das Ergebnis bemerkenswert:

Region “EU” Region “US” Unterschied
Testpage Community 6,91 Sek. 8,82 Sek. 21,66%
Testpage Profile-Edit 8,41 Sek. 11,49 Sek. 26,81%
Testpage Tools 3,70 Sek. 6,81 Sek. 45,70%
Testpage Media 15,31 Sek. 38,64 Sek. 60,38%

Eine grafische Aufbereitung macht das Verhältnis noch deutlicher klar:

Vergleich AWS / Amazon EC2 USA/US vs. EU

Fazit: Trotz des ca. 10%igen Mehrpreises werden wir die erste Ausbaustufe wohl in Europa (d.h. Amsterdam) launchen, weil aktuell der größte Teil des Traffics aus Europa kommt.


Update:

Was im Artikel eigentlich noch fehlte: Woran die deutlich unterschiedliche Seitenauslieferungzeit nun schlussendlich lag, könnte natürlich nur ein Test zusammen mit den Amazon Technikern klären. Die Amazon AWS sind ja virtuelle Maschinen (auf XEN Basis) in einem grossen Rechenzentrum, wo verschiedene potentiell verzögernde Einflüsse untersucht werden müssten, so z.B. Auslastung (CPU, RAM, Festplatten, Netzwerk), Aussenanbindung etc. pp.

Ein Hinweis noch zu den gemessenen Zeiten: Erstaunlicherweise konnten die EU-Server ihren größten Vorteil 60,38% Geschwindigkeitsunterschied) bei derjenigen Testseite ausspielen, welche die größten Dateien eingebunden hatte. Wir hatten vor dem Test erwartet, dass die Unterschiede aufgrund der höheren Latenzen (s.o.; Pingzeiten) vor allem bei vielen kleinen Files auftreten würden und dass sich dies bei größeren Dateien egalisieren würde – was sich nicht bewahrheitet hat…

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Mailversand/Newsletterversand mit AWS (Amazon Webservices)

3. November 2009

Wer vorhat, grosse Mengen von E-Mails (Newsletter, Mailinglisten, E-Mailings oder Notify-Mails für Communities) über AWS (Amazon Webservices / EC2) zu versenden, der sollte sich folgende Seite ansehen:

Remove E-Mail Sending Limitations

Warum, erklärt die Info von der o.g. Seite:

In order to maintain the quality of Amazon EC2 addresses for sending email, we enforce default limits on the amount of email that can be sent from EC2 accounts. If you wish to send larger amounts of email from EC2, you can apply to have these limits removed from your account by filling out this form.

Additionally, if you intend to send email from EC2, we suggest you provision one or more Elastic IP addresses (EIPs) and provide those addresses to us as part of this form. Amazon Web Services works with ISPs and Internet anti-SPAM organizations (like Spamhaus) to identify these validated EIPs to reduce the chance of your email being flagged as SPAM.

via

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papaya ist Amazon Webservices (AWS) Solution Provider

19. Oktober 2009

Nur eine kurze Meldung in eigener Sache:

papaya Logo Die papaya Software GmbH ist seit Anfang Oktober von Amazon bestätigter Amazon Webservices Solution Provider. papaya war bereits sehr früh in die Planungen eingebunden und ist somit gleich mit dem Beginn des Partnerprogramms mit dabei – zusammen mit europaweit ca. 25 Unternehmen insgesamt, darunter natürlich auch die Branchengrößen Oracle/Sun, IBM etc. pp.

Wir bei papaya bieten im Rahmen der AWS (Amazon Webservices) im wesentlichen 2 Leistungen an:

  1. papaya Hosting in der Cloud – SAAS (Software as a service)
  2. Consulting und Unterstützung bei der Migration bereits bestehender Webanwendungen “in die Cloud” bzw. in die Hostinginfrastruktur von Amazon – ganz gleich, ob es sich bei den Anwendungen um das papaya CMS handelt oder nicht.

papaya - AWS Solution Provider