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Archiv für die Kategorie ‘Allgemein’

CeBIT 2010 und “die cloud” – kurzer Rückblick auf die Messewoche

10. März 2010

Wir waren ja als Amazon Web Services Partner mit auf dem Amazon Stand auf der diesjährigen CeBIT. Auf diesem Stand drehte sich natürlich alles um Cloud Computing und die Amazon Webservices im speziellen. Die Woche war m.E. sehr erfolgreich – und hat nicht zuletzt viel Spaß gemacht.

Bemerkenswert war der inflationäre Gebrauch des Wortes “Cloud” – so warb z.B. Lotus mit dem Claim…

Lotus weiß, wie man Meetings in der Cloud abhält.

Interessant. Wie mag das Briefing an die Werbeagentur ausgesehen haben?

Machen Sie irgendwas mit Collaboration und Cloud!

Aber nicht nur bei den Großen der Branche stand die Wolke hoch im Kurs – Cloud Computing und Cloud Services allerorten. An vielen Stellen schien das (wie im Lotus Beispiel) etwas sperrig, schien es, als hätte halt das Wort “Cloud” einfach noch gefehlt.

Es war aber nicht alles Buzzword-Bingo auf der Messe, ganz im Gegenteil: Zwischen dem Schmunzeln über die bisweilen thematisch nicht passende Begriffsverwendung blieb insbesondere ein Eindruck: Um das Buzzword des Jahres entwickelt sich immer mehr eine Menge von Dienstleistern, die das Wort ganz unterschiedlich begreift und somit auch unterschiedliche Dinge adressiert:

Mehr…

eco Verband lädt ein zum Kick Off Meeting der “Initiative Cloud Services”

6. Januar 2010

Sorry, aus Zeitgründen kann ich nur die Originalmeldung vom eco Verband übernehmen:

Die eco Initiative Cloud Services bringt Anbieter und Anwender zusammen und setzt sich für zeitgemäße Rahmenbedingungen für Cloud Computing ein. Damit erbringt eco eine wichtige Unterstützung, um deutschen Unternehmen den Einstieg in den Zukunftstrend Cloud Computing zu erleichtern.
Was macht die eco Initiative Cloud Services?

Bei den Anwendern von Cloud Services herrscht vielerorts Verwirrung, der Anbietermarkt ist unübersichtlich und Leistungsvergleiche schwierig. Zudem fehlt es an Standardisierungen und Rechtssicherheit. Hinzu kommt die Verunsicherung, ob geschäftskritische Anwendungen und deren Daten überhaupt zuverlässig bei einem externen Betreiber richtig aufgehoben sind. Für die internationale Praxis des Cloud Computing sind klare und eindeutige vertragliche Rahmenbedingungen eine zwingende Voraussetzung.

Im Rahmen der eco Initiative Cloud Services beschäftigt sich eine Expertengruppe mit den zahlreichen Anforderungen an transparentes, (rechts)sicheres Cloud Computing:

  • Erarbeitung von Standards
  • Klärung des Rechtsrahmens
  • Entscheidungshilfen für Anwender
  • zeitgemäße Rahmenbedingungen in Sicherheits-, Verfügbarkeits- und Compliance-Fragen für Anbieter

Es sind ein Reihe von Maßnahmen in den kommenden Monaten geplant, hierzu gehören

  • Informationsveranstaltungen für Anwender und Anbieter
  • Inhaltliche Aufbereitung von Serviceangeboten
  • Recht und Sicherheit
  • Ausarbeitung von Standards im Bereich der Serviceabrechnung
  • Definition von Qualitätskriterien
  • Vorbereitung eines SaaS Gütesiegels
  • Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln

Der eco – Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. besitzt langjährige Erfahrung in diesem Themenbereich und stellt über die eco Mitarbeiter, die Arbeitskreise und auch direkt durch die Mitglieder eine umfangreiches Kompetenzteam, mit dem die vielschichtigen und teilweise komplexen Anforderungen einer modernen und serviceorientierten IT-Landschaft professionell betreut werden.

Originalmeldung beim eco Verband aufrufen

Gefunden bei Serverwolken.de

Podcast: Risiken der Cloud

4. Januar 2010

Was passiert mit meinen Daten? Wer hat alles auf die Daten Zugriff? Was passiert, wenn ein Dienst nicht erreichbar ist oder der Dienst gar ganz gänzlich eingestellt wird? Das Cloud-Computing auch Risiken verbirgt, wird in Daniel Fienes Podcast zum digitalen Alltag erläutert.

Ihr findet diesen Podcast hier

Author: schaefer Categories: Allgemein, Linktipps Tags:

Leitfaden: Sicherheit in der Cloud

30. Dezember 2009

Cloud Security

RSA, die Security Division von EMC, hat Ihre neueste Erkenntnisse zum Thema Sicherheit in der Cloud in einem Leitfaden zusammengestellt. Unter dem sperrigen Titel “Identity and Data Protection in the Cloud: Best Practices for Establishing Environments of Trust” gibt der Leitfaden einen Überblick über Cloud-spezifische Sicherheits- und Compliance-Herausforderungen und zeigt auf, wie sich Identitäten und Informationen in virtualisierten IT-Wolken zuverlässig schützen lassen.

Als Autoren zeichnen ausgewiesene Technologie- und Sicherheitsexperten von EMC, RSA und VMware verantwortlich. Sicherlich ein Stück “Werbeveranstaltung” dennoch durchaus einen Blick Wert

Der Leitfaden hier zum Download als PDF zur Verfügung

Author: admin Categories: Allgemein, Linktipps Tags:

Amazon gibt AWS CloudFront Streaming frei (und weitere Neuigkeiten von AWS)

16. Dezember 2009

Verfolgt man die Entwicklung bei Amazon bzw. in den Angeboten rund um die Amazon Webservices (AWS), so stellt man aktuell eine recht hohe Schlagzahl an Neuveröffentlichungen fest.

Ob es daran liegt, dass die ersten Wettbewerber ernsthaft mal den Begriff “Cloud Computing” in den Mund nehmen oder dass Amazon schlichtweg nun ein gut eingespieltes Team mit ausreichenden Ressourcen zur Verfügung hat ist nicht zu sagen – für den Kunden ist es in jedem Falle positiv ;-)

Heute hat der AWS Newsletter einiges zu verkünden gehabt:

  • Amazon VPC Unlimited Public Beta – die “virtual private Cloud”, also eine abgeschottete Struktur innerhalb des AWS Angebotes, die man z.B. via VPN mit dem Unternehmensnetz verbinden kann, ist nun in die öffentliche Beta-Phase gegangen. Mehr Infos unter aws.amazon.com/vpc
  • Amazon EC2 Spot Instances – ein sehr interessanter Ansatz für Instanzen/Maschinen, die nicht zeitkritische Aufgaben ausführen: Der Kunde macht ein Angebot dafür, was ihm die seitens AWS gerade nicht genutzten/ausgelasteten Maschinen wert wären. So lange dies von niemand anderem überboten wird oder die EC2 Instanzen regulär gebucht werden, stehen die Maschinen dann zu einem ggf. sehr günstigen Preis zur Verfügung. Ein innovatives Konzept, um die brachliegenden Cloud-Ressourcen zu vermarkten. Mehr Infos unter aws.amazon.com/ec2/spot-instances
  • Amazon CloudFront Streaming – was für uns aktuell die spannendste Neuerung beinhaltet: Amazon CloudFront war ohnehin eine sehr interessante Sache (nämlich ein leistungsstarkes, günstiges CDN ohne Mindestabnahmen, die bei LimeLight, Nacamar & Co. Usus sind). Bisher fehlte allerdings etwas entscheidendes für heutige Webanwendungen: RTMP Streaming (was beim Flash Streaming zum Einsatz kommt). Seit heute ist aber auch dies verfügbar, sodass die Verwendung eines weltweiten Netzes von Adobes Flash® Media Server jederzeit flexibel machbar ist – ohne lange Verträge, ohne Vorauszahlungen, ohne Exklusivitätsvereinbarungen. Als ob das nicht schon reichen würde: Es gibt keine zusätzlichen Kosten für die Nutzung von Amazon CloudFront; man zahlt lediglich die normalen Trafficgebühren. Mehr Infos unter aws.amazon.com/cloudfront

AWS Region US vs. EU: Vergleich der Seitenauslieferung

19. November 2009

Wir sind gerade dabei, ein größeres Portal “in die Cloud”, d.h. zu Amazon AWS / EC2 umzuziehen. Dabei galt es heute zu klären, ob wir das System bei Amazon US oder EU (d.h. in den USA oder in Europa) hosten.

Reflexartig will man natürlich die Region hier vor der eigenen Haustür nehmen – dies bedeutet aber sofort einen ca. 10%igen Aufpreis auf die Zonen in den USA. Also will man genauer schauen:

Test 1: Ping Zeiten

Dies ergab hier aus Köln im mittel 40 ms für die Server in Europa und ca. 100 ms für die Server in den USA. Da es bei dem Projekt nicht um eine Realtime-Anwendung geht, kann man das sicher verschmerzen.

Test 2: Praxistest

Wir haben dann jeweils ein Testsystem an beiden Standorten eingerichtet, um einen halbwegs realistischen Test durchführen zu können.

Hierfür haben wir die kleinsten Server verwendet, alle Cachingsysteme ausgeschaltet (client- wie serverseitig) und möglichst komplexe Testseiten mit vielen Datenbankabfragen, vielen eingebundenen Files (mehrere CSS-Files, viele Grafiken), grossen Dateien (Videos zwischen 15 und 45 MB) etc. verwendet – die Server sollten also trotz der Testsituation zumindest ein wenig zu tun haben. Wir haben jeweils 5x je Seite gemessen und hieraus Mittelwerte berechnet.

All das ist beileibe keine hochwissenschaftliche Untersuchung, dennoch fand ich das Ergebnis bemerkenswert:

Region “EU” Region “US” Unterschied
Testpage Community 6,91 Sek. 8,82 Sek. 21,66%
Testpage Profile-Edit 8,41 Sek. 11,49 Sek. 26,81%
Testpage Tools 3,70 Sek. 6,81 Sek. 45,70%
Testpage Media 15,31 Sek. 38,64 Sek. 60,38%

Eine grafische Aufbereitung macht das Verhältnis noch deutlicher klar:

Vergleich AWS / Amazon EC2 USA/US vs. EU

Fazit: Trotz des ca. 10%igen Mehrpreises werden wir die erste Ausbaustufe wohl in Europa (d.h. Amsterdam) launchen, weil aktuell der größte Teil des Traffics aus Europa kommt.


Update:

Was im Artikel eigentlich noch fehlte: Woran die deutlich unterschiedliche Seitenauslieferungzeit nun schlussendlich lag, könnte natürlich nur ein Test zusammen mit den Amazon Technikern klären. Die Amazon AWS sind ja virtuelle Maschinen (auf XEN Basis) in einem grossen Rechenzentrum, wo verschiedene potentiell verzögernde Einflüsse untersucht werden müssten, so z.B. Auslastung (CPU, RAM, Festplatten, Netzwerk), Aussenanbindung etc. pp.

Ein Hinweis noch zu den gemessenen Zeiten: Erstaunlicherweise konnten die EU-Server ihren größten Vorteil 60,38% Geschwindigkeitsunterschied) bei derjenigen Testseite ausspielen, welche die größten Dateien eingebunden hatte. Wir hatten vor dem Test erwartet, dass die Unterschiede aufgrund der höheren Latenzen (s.o.; Pingzeiten) vor allem bei vielen kleinen Files auftreten würden und dass sich dies bei größeren Dateien egalisieren würde – was sich nicht bewahrheitet hat…

Author: schnitzler Categories: Allgemein, Amazon / AWS Tags: , , , , ,