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CeBIT 2010 und “die cloud” – kurzer Rückblick auf die Messewoche

Wir waren ja als Amazon Web Services Partner mit auf dem Amazon Stand auf der diesjährigen CeBIT. Auf diesem Stand drehte sich natürlich alles um Cloud Computing und die Amazon Webservices im speziellen. Die Woche war m.E. sehr erfolgreich – und hat nicht zuletzt viel Spaß gemacht.

Bemerkenswert war der inflationäre Gebrauch des Wortes “Cloud” – so warb z.B. Lotus mit dem Claim…

Lotus weiß, wie man Meetings in der Cloud abhält.

Interessant. Wie mag das Briefing an die Werbeagentur ausgesehen haben?

Machen Sie irgendwas mit Collaboration und Cloud!

Aber nicht nur bei den Großen der Branche stand die Wolke hoch im Kurs – Cloud Computing und Cloud Services allerorten. An vielen Stellen schien das (wie im Lotus Beispiel) etwas sperrig, schien es, als hätte halt das Wort “Cloud” einfach noch gefehlt.

Es war aber nicht alles Buzzword-Bingo auf der Messe, ganz im Gegenteil: Zwischen dem Schmunzeln über die bisweilen thematisch nicht passende Begriffsverwendung blieb insbesondere ein Eindruck: Um das Buzzword des Jahres entwickelt sich immer mehr eine Menge von Dienstleistern, die das Wort ganz unterschiedlich begreift und somit auch unterschiedliche Dinge adressiert:

  1. Infrastruktur Anbieter (wie Amazon mit den Web Services / AWS), welche die Applikationsschicht aussen vor lassen: Hier geht es am Ende um virtuelle Hardware vom Loadbalancer über den Server bis zum Storagesystem.
  2. Anbieter neuer Dienste (wie Rightscale), die Software “rund um die Cloud” anbieten, also z.B. Management Werkzeuge für die Amazon Web Services
  3. Konventionelle Anbieter proprietärer Software (wie z.B. Sage), welche das Cloud Computing als neuen Vertriebkanal für ihre kommerzielle Lizenzsoftware nutzen. Also Anbieter von SAAS (Software-as-a-service, quasi die aktuelle Beschreibung für das vor 10 Jahren schonmal aktuelle ASP (Application-Service-Providing). Hier geht es manchmal um das Bedürfnis, dem Kunden die Dienstleistung des Betriebs anbieten zu können – oftmals scheint Cloud Computing hier aber nur ein Vehikel zu sein, um die teure Softwarelizenz auf eine monatliche umzustellen.
  4. Open Source Anbieter (wie z.B. wir), die Dienstleistungen rund um freie Software anbieten und für die Cloud Computing eine besonders vielversprechende Technologie nebst Geschäftsmodell ist. In Ermangelung von Lizenzkosten, die es zu kaschieren gäbe, steht hier der Service im Vordergrund: Der Kunde nutzt die Software als Dienst und kann sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren.

Die Gespräche auf dem Messestand zeigten uns auf jeden Fall, dass es ein großes Interesse für das Thema gibt – und dass gleichzeitig noch viele Fragen offen sind und einige Bedenken bestehen (vor allem hinsichtlich des Kontrollverlustes bei der Cloud Nutzung und der Sicherheit).

Beschäftigt man sich intensiver mit dem Thema, so zerstreuen sich viele Bedenken von selbst: Welches Unternehmen hat schon die finanziellen Ressourcen ein mit Amazon vergleichbares Rechenzentrum aufzubauen und dieses nach allen gängigen Zertifizierungsverfahren regelmäßig auditieren zu lassen? Wer durchleuchtet schon intensiv den Hintergrund seiner Systemadministratoren? Auch der Kontrollverlust ist zumeist nur eine theoretische Sache: Der Nutzer kann schließlich sehr wohl festlegen, welche seiner Daten nun in der Location “EU” (=Irland) oder “US-East” bzw. “US-West” oder andernorten liegen.

Zum Thema “Security” ist auch die Präsentation von Simone Brunozzi (Technology Evangelist bei Amazon Web Services) interessant.

Neben diesen Punkten ist – gerade in wirtschaftlich nicht immer rosigen Zeiten – die Kostenfrage natürlich zentral. Dazu hatten wir ein Showcase mitgebracht:

Mit den Zahlen ist eindeutig, dass man sich dem Cloud Thema nicht pauschal verschließen sollte :-)

Wir hatten die Freude, viele Gespräche führen zu dürfen rund un das Thema und sind sicher: Dieses Mal ist es nicht nur ein Buzzword, dieses Mal wird eine starke Veränderung der IT Welt eintreten. Schön, dass wir als Amazon Webservices Solution Provider “an vorderster Front” daran mitgestalten dürfen.

(Hier klicken, um die Microsite der papaya Software GmbH zum Thema Cloud Computing aufzurufen.)

  1. Christoph Beckmann
    11. März 2010, 09:51 | #1

    Vielen Dank für die Eindrücke von der CeBit.
    Ich denke wir sind in Deutschland auf einem guten Weg und langsam entwickelt sich auch ein Gefühl dafür was Cloud Computing ist.

  2. 11. März 2010, 11:29 | #2

    Danke für die Rückmeldung – ich teile die Einschätzung, dass sich so langsam etwas entwickelt hier in Deutschland. Spannend, dabei zu sein :-)

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